Diese Informationen alleine genügen zwar in dieser Form kaum, um in Ihre Privatsphäre einzubrechen. Aber selbst wenn wir von weiteren Informationen und Angriffen absehen, die durch Sicherheitslöcher ermöglicht werden, über die jeder Browser "verfügt", lassen sich mit diesen Mitteln haarschafte Profile Ihres Surfverhaltens - und somit rasch einmal auch Ihrer Person - erstellen. Cookies als Erkennungsmarken Cookies spielen dabei eine herausragende Rolle, weil sie die Wiedererkennung eines Besuchers erlauben. Cookies sind grundsätzlich völlig ungefährliche, kleine Datenschnipsel, die der Browser auf Anforderung durch einen Web-Server auf der Festplatte ablegt. Dadurch "weiss" der Web-Server, wann Sie eine bestimmte Seite bereits einmal besucht haben - und was Sie dort gemacht haben. Besonders mächtig werden diese Cookies im Zusammenhang mit grossen Online-Werbefirmen, die Ihre Banner auf tausenden von Websites platziert haben und so Benutzeraktivitäten über zahlreiche Sites hinweg erfassen können. Mit modernem Data Mining ist es dann ein Leichtes, ein haarschafes Benutzerprofil zu erstellen. Die Abschaltung dieser Cookies ist jedoch nur für besonders Vorsichtige eine Alternative - viele Funktionen des Internets lassen sich dadurch nämlich nicht mehr bedienen, da Cookies durchaus auch nützliche Einsatzgebiete haben. Mit diesen Informationen baut sich ein Kundenprofil Stück für Stück zusammen. Wenn möglich und sinnvoll werden dabei ergänzend auch Quellen aus der "echten" Welt wie Adress- oder Berufsverzeichnisse beigezogen. Der Autor dieses Textes veröffentlichte einmal eine Hotmail-Adresse im Schweizer Telefonbuch. Seither prasseln täglich massenweise Spammails in dieses Postfach. Verräterische Emails Neueste Trends gehen dahin, auch Emails in die Profilerstellung einzubeziehen. Früher hatten Versender von Spam Mails Mühe herauszufinden, welche Email-Adressen auch wirklich aktiv waren und gelesen wurden. Deshalb waren Sie um jedes Antwortmail - auch wenn der Empfänger darin ersuchte, keine weiteren Spam Mails zu erhalten - sehr dankbar. Dadurch verriet der Empfänger nämlich nichts anderes, als dass es sich bei der Email-Adresse um eine aktive und somit interessante Adresse handelt. In Emails eingebettete Links zu Websites, die den Empfänger durch einen eingebetteten Code verrieten, waren die nächste Stufe. Der Empfänger bestätigte die Existenz seiner Adresse auch ohne Beantwortung des Mails. Spätestens seit der Einführung von HTML-Emails konnte das Profiling mittels Email perfektioniert werden. So werden in diesen Emails gerne (unsichtbare) Grafiken eingebaut, deren Aufruf zugleich einen eindeutigen Schlüssel an den Versender übermittelt. Der Versender merkt dadurch, dass - und wann - Sie das Email gelesen haben. Diese Technologie der unsichtbaren Grafiken wird übrigens auch auf Websiten eingesetzt. Ausserdem kann mit zahlreichen Plugins wie bspw. dem RealPlayer ein ähnlicher Effekt erzielt werden. Obwohl die betroffenen Firmen die Erstellung von Kundenprofilen oftmals abstreiten, muss aufgrund der aufgedeckten Fälle davon ausgegangen werden, dass die Bemühungen in diesem Bereich sehr intensiv sind. Weiterführende Links Noch Fragen? Gerne beraten wir auch Sie in Sicherheitsfragen. Denn Sicherheit ist heute Chefsache. Und fragen kostet bekanntlich nichts! |